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Cityguide {Dublin}

Auch wenn ich mittlerweile schon 18x in Irland war und dabei jedes Mal mehrere Tage in Dublin verbracht habe ist es für mich trotzdem immer etwas Besonderes, wenn ich in dieser Stadt bin. Sie hat ihren ganz eigenen Charme und es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Etwas Neues zu erleben. Neue Menschen kennen zu lernen.

In diesem Travelguide werde ich euch Tipps zu Unterkunft, Ausgehmöglichkeiten, Essen und Sightseeing geben und noch einige allgemeine Informationen zur Stadt aufschreiben.

UNTERKÜNFTE

Ich habe durch meine unzähligen Aufenthalte in Dublin nun schon einige Unterkünfte ausprobieren können und stelle sie euch nun nacheinander kurz vor (für ausführlichere Beschreibungen klickt auf den jeweiligen Unterkunftsnamen). Da sollte für jeden etwas dabei sein!

Hostels findet man vor allem in der Dubliner Innenstadt wie Sand am Meer. Umso schwieriger ist es, sich für eines zu entscheiden. Seit März 2013 ist das Abraham House mein Standard-Hostel. Es ist sehr zentral gelegen und auch preislich ist es nicht zu bemängeln: in der Woche kann man im 16-Bett-Zimmer für 10€ die Nacht schlafen; am Wochenende wird es geringfügig teurer. Frühstück ist im Preis mit inbegriffen. Ich habe bisher diverse Zimmergrößen ausprobiert, vom gemischten 16-Bett-Zimmer über ein rein weibliches 6-Bett-Zimmer und 4-Bett-Zimmer hin zu einem Zweibettzimmer. Da müsst ihr natürlich selbst entscheiden was euch am besten gefällt 😉

Abraham House

Hotels gibt es im Stadtzentrum ebenfalls jede Menge die preislich eine relativ große Spannbreite haben. Ich habe bisher zwei Hotels getestet: Jurys Inn Parnell Street und Temple Bar Inn. Ich kann sie beide empfehlen, aber am besten lest ihr dazu die separaten Posts mit meinen gesamten Eindrücken.

Couchsurfing habe ich in Dublin ebenfalls schon zwei Mal ausprobiert. Alleine würde ich es nicht unbedingt machen, aber mit einer Begleitung ist es auf jeden Fall die preisgünstigste Alternative. Mit meinem zweiten Host bin ich mittlerweile auch befreundet und wann immer ich eine kostenlose Schlafmöglichkeit benötige kann ich bei ihm unterkommen. Man sollte sich im Vorfeld nur gut über die Hosts informieren um am Ende nicht enttäuscht zu werden.

ESSEN

Dublin ist ziemlich teuer wenn es um Essen und Lebensmittel generell geht. Das sollte jedem Dublin-Reisenden bereits im Vorfeld bewusst sein. Pizzapreise fangen im Schnitt bei 10€ an. Auch Fast-Food à la McDonalds und Burger King sind teurer als in Deutschland.

Dennoch hat Dublin eine Menge zu bieten. Angefangen beim Traditional Irish Breakfast. Wer den Tag gerne mit etwas Herzhaftem beginnt, dem kann ich dieses Frühstück nur empfehlen. Am besten geht ihr dafür ins Cafe Kylemore, welches sich direkt am Spire befindet. Dort hat man auch die Möglichkeit sich sein Irish Breakfast selbst zusammen zu stellen, sodass man etwas, was man nicht mag, auch nicht auf dem Teller hat. Bezahlt wird pro Item auf dem Teller.

Kylemore

Noch vor zwei Jahren habe ich mittags fast ausschließlich bei Supermacs gegessen. Das ist so etwas wie das irische McDonalds, nur wesentlich vielfältiger was die Essensauswahl angeht, und überall in Dublin zu finden. Natürlich bekommt man dort Burger, Pommes und Co., allerdings gibt es auch Pizza, Subs, Eis, Nudeln,… Ich kann euch sehr die Dressed Cheese Fries empfehlen 😉 Einen Swirly solltet ihr euch auf jeden Fall auch gönnen!

Seit ungefähr einem Jahr bin ich in Dublin total auf dem Burger Trip und probiere mich durch sämtliche Burger in der Stadt. Meine drei Lieblings-Burgerläden sind folgende (für mehr Informationen die einzelnen Restaurants anklicken!):

  • Eddie Rockets
    Ein Diner, das im Dubliner City Centre zweimal angesiedelt ist.
  • Jo Burger
    Dort hatte ich auf jeden Fall den leckersten Burger überhaupt! Angesiedelt in Rathmines (zumindest die Filiale wo ich war) und demnach etwas außerhalb des City Centres, aber der Weg lohnt sich auf jeden Fall.
  • Irish Gourmet Burger
    Direkt im Temple Bar Viertel und immer ziemlich gut besucht, dafür mit einer großen Auswahl an Burgern und verdammt leckeren Rosmarin-Pommes.

Essen

Und wenn ihr auf Süßes steht empfehle ich euch einen Abstecher ins Bewley’s Cafe auf der Grafton Street wo es wunderbaren Kuchen und superleckerern Kakao gibt (momentan allerdings wegen Renovierungsarbeiten geschlossen!).

Weitere Empfehlungen:

PUB

Wenn ich in Dublin abends weggehe, gibt es für mich nur ein einziges Ziel: mein Lieblingspub O’Sullivans. Ansässig auf der Westmoreland Street, direkt um die Ecke vom Temple Bar Viertel. Ein recht kleiner Pub mit einer super Atmosphäre. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es dort abends Livemusik und ich kann euch besonders den Sänger Simon Gynn ans Herz legen, der dort sonntags auftritt. Die Preise sind auch verhältnismäßig in Ordnung. Ein Guinness kostet 5€, ebenso ein Baileys. Andere Biersorten sind geringfügig teurer. Alle im Pint-Glas, versteht sich.

O'Sullivans

Wenn es mich tagsüber mal in einen Pub verschlägt bevorzuge ich The Quays direkt im Temple Bar Viertel. Abends ist der Pub immer brechend voll, aber nachmittags bekommt man dort gut einen Platz. Die Preise sind ähnlich denen im O’Sullivans und die Livemusik ist super.

SIGHTSEEING

Dublin hat eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die meisten befinden sich zentral im Stadtzentrum. Zu einigen muss man eine Weile laufen (da ich das normalerweise tue kann ich leider nicht mit Busverbindungen dienen). Ich stelle euch kurz meine Highlights vor:

Mount Jerome Cemetery – nicht unbedingt eine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne, aber ein ziemlich alter Friedhof mit wirklich schönen Grabsteinen und einer tollen Atmosphäre. Nicht ganz einfach zu finden, aber mit Google Maps lässt sich dieser Weg super bewältigen.

Kilmainham Gail – ein altes Gefängnis, welches ich mittlerweile 3x besucht habe und jeder Besuch war es aufs Neue wert! Man schaut sich zunächst eine permanente Ausstellung über das Gefängnis an, ehe man in einer Gruppe durch das Gefängnis geführt wird und allerhand über die Geschichte erfährt. Man wird durch sehr alte Trakte geführt und zum Schluss in einen neueren um ganz am Ende draußen zu stehen wo einige Freiheitskämpfer erschossen wurden. Wirklich sehenswert! Der Eintrittspreis beträgt 6€.

Guinness Storehouse – auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders toll ist es, wenn man sein eigenes Guinness zapfen kann, wofür man auch ein Zertifikat bekommt. Ansonsten kann man alles über die Entstehung von Guinness lesen, sieht einige Maschinen und kann zum Schluss den Ausblick über Dublin von der Skybar erleben. Der Eintrittspreis beträgt 16€.

St. Michan’s Church – mein Highlight schlechthin! Eine recht kleine Kirche und auch ziemlich unscheinbar. Das Besondere an dieser Kirche ist die geführte Tour hinunter zu den Gruften. Der Tourguide ist der beste seiner Art und ich würde diese Tour am liebsten bei jedem Dublinbesuch aufs Neue machen. Man hat sogar die Möglickeit eine Mumie anzufassen, die laut Aussage des Tourguides 800 Jahre alt ist. Der Eintritt bträgt 5€.

Irish Whiskey Museum – für mich persönlich besser als die Jameson Distillery. Da ich sehr früh morgens dort war waren wir auf der Tour nur zu viert, was das ganze Feeling noch einmal privater macht. Man bekommt viel über irischen Whiskey erzählt und die Tourguides sind klasse und stellen immer mal wieder Fragen! Der Eintritt beträgt 15€ bei der Standardtour (3 Whiskeys inbegriffen) oder 18€ für die VIP Experience (4 Whiskey + ein Souvenierglas).

National Botanic Gardens – hier war ich bisher leider nur bei Regen und im Winter, ABER: die Gewächshäuser – und davon gibt es einige – sind wirklich schön, von innen und außen. Im Sommer blüht natürlich auch auf dem Außengelände eine Menge, aber egal zu welcher Jahreszeit ihr in Dublin seid, einen Besuch ist der botanische Garten auf jeden Fall wert!

Ghostbus Tour | Haunted Walking Tour – wenn ihr euch gerne gruselt, kann ich euch diese beiden Touren empfehlen. Bei der Ghostbus Tour oder beim Gravediggers Ghostbus sitzt man in einem abgedunkelten Bus und fährt zu verschiedenen Spukorten im Stadtzentrum, während man von einem Guide Geschichten über Dublins „gruselige“ Vergangenheit erzählt bekommt. Schreckmomente sind garantiert! Hin und wieder steigt man dann auch aus dem Bus aus um sich einen der Orte etwas genauer anzuschauen. Bei der Haunted Walking Tour hingegen läuft man mit einem Guide direkt zu verschiedenen Orten während er die Geschichten dazu erzählt. Preislich liegen die Touren zwischen 10€ und 30€, je nachdem ob man den Bus wählt oder doch lieber läuft.

Sightseeing

Natürlich hat Dublin noch eine Menge mehr zu bieten: es gibt unzählige Museen, den Phoenix Park, Christ Church und St. Patrick’s Cathedral, das Leprechaun Museum, Glasnevin Cemetery, die Jameson’s Distillery und das National Wax Museum. Am besten sind alle Sehenswürdigkeiten mit dem Dublin Pass abzuklappern, da man dadurch eine Menge Geld sparen kann.

GENERELL

Hier fasse ich für euch einige generelle Informationen über Dublin zusammen, sodass ihr auf alles vorbereitet seid:

  • Geschäfte in Dublin haben jeden Tag geöffnet, auch wenn sonntags alles etwas später öffnet. Somit kann man 7 Tage die Woche shoppen.
  • Busse sind relativ pünktlich. Im City Centre kommt es hin und wieder zu leichten Verspätungen, da dort quasi immer Rush Hour herrscht. Um einen Bus zum Anhalten zu bringen streckt man seinen Arm aus, sodass der Busfahrer sieht, dass man mitmöchte und er nicht umsonst anhalten muss. Busse in Richtung Flughafen fahren öfters mal wegen Überfüllung an einem vorbei, was man definitiv einplanen sollte. Ebenfalls wichtig ist, dass man das Busgeld passend haben muss, denn man wirft sein Geld in eine Box und bekommt dann sein Ticket ausgedruckt. Wechselgeld wird nicht ausgezahlt sondern auf dem Ticket verrechnet und man kann es sich beim Dublin Bus Office auf der O’Connell Street wieder auszahlen lassen.
  • Der Verkehr ist ebenfalls eine Sache für sich. Fußgänger überqueren die Straße, wenn es ihnen passt, wodurch man zu 99% bei Rot geht. Autos/Busse/Fahrräder halten nicht an! Das ist ganz wichtig. Mich hat mal ein Fahrradfahrer mit seinem Vorderrad berührt, weil er partout nicht bremsen wollte. Seid also beim Überqueren der Straße bei Rot besonders vorsichtig!
  • An verschiedenen zentralen Punkten kann man sich Fahrräder ausleihen, wovon ich jedoch abraten würde. Der Vekehr in der Innenstadt ist einfach zu gefährlich, vor allem wenn man noch nie im Linksverkehr gefahren ist.
  • Solltet ihr mehrere Tage Ausflüge innerhalb Dublins machen und müsst Bus/DART/Luas benutzen kann ich euch die Leap Visitor Card nahe legen. Es gibt sie in mehreren Ausführungen und je nachdem wie oft man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist kann man einiges an Geld sparen!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Travelguide meine Lieblingsstadt näher bringen und es gab für euch die ein oder andere Anregung für euren eigenen Trip! Lasst mich in den Kommentaren wissen, wenn ihr noch etwas Wichtiges beizutragen habt oder erzählt mir einfach von euren eigenen Erfahrungen.

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9 Kommentare zu „Cityguide {Dublin}

  1. Was nicht unwichtig zu erwähnen in Sachen Bus ist: Das DublinBus Liniensystem ist sternförmig angegliedert. JEDE Linie führt ins Stadtzentrum. Das heißt, wenn man beispielsweise vom Flughafen nach Blanchardstown will, fährt man zuerst (kostengünstiger) mit der 16 ins Zentrum und steigt dort in einen der Busse ein, die nach Blanchardstown fahren. Man kann also sehr viel Zeit verplempern, wenn man in irgendein Randgebiet möchte. Und hat man keine Leap Card, zahlt man in jedem Bus erneut; man hat nicht die Möglichkeit in Ticket vom Start zum ersehnten Ziel zu lösen. Und ich weiß nicht, wie es inzwischen ist, aber ich glaube, es ist noch immer NICHT in allen Bussen so, dass die nächste Haltestelle angesagt wird. Man sollte sich vorab genau informieren, wo man raus muss und wie es dort ungefähr aussieht, so dass man zum Aussteigen auch einen Orientierungspunkt hat. Ansonsten kann man aber auch einfach die Busfahrer fragen, ob sie einem Bescheid sagen, wenn man seinem Ziel nahe ist, das machen die gerne 🙂
    Es kann auch vorkommen, dass ein Bus einfach mal ohne jede Vorwarnung ausfällt. Es ist auf jeden Fall ratsam, genügend Extrazeit einzuplanen, wenn man irgendwo zu einer bestimmten Uhrzeit ankommen möchte. Vom Griffith College aus braucht man eine 3/4 Stunde ins City Centre, wenn man sehr gemütlich geht. Das war manchmal schneller, als wenn man den Bus genommen hat (die Strecke braucht mit dem Bus normalerweise max. 30 Minuten, eher weniger).

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  2. Euer kleiner Dublin Reiseführer ist super. 🙂
    Ich bin auch immer wieder soooo gern in Dublin. ich finde die Stadt ist einfach ganz besonders…auch wenn mich sonst in Irland ja eher die Landschaften reizen.
    Aber für n Burger bei Jo’s lohnt es sich immer. 🙂
    Wart ihr eigentlich auch mal auf der Jeannie Johnston?

    Gefällt 1 Person

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